Duloxetin Amarox 30 mg magensaftresistent Hartkapseln, 84 St

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Darreichungsform:
Magensaftresistente Hartkapseln
Packungsgröße:
84 St
PZN/Art.Nr.:
17932297
Anbieter/Hersteller:
AMAROX PHARMA GmbH
Marke:

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Bitte beachten Sie die weiterführenden Informationen Ihres Beipackzettels.

Apothekenpflichtig

Gebrauchsinformation

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkungsdauer von stimmungsaufhellend wirkenden Botenstoffen im Gehirn erhöht. Dadurch wird Depressionen und Ängsten entgegengewirkt. Außerdem wird die Schmerzempfindung gehemmt und die Muskulatur des Schließmuskels der Harnröhre aktiviert.

Anwendungsgebiete

- Depression, stark ausgeprägt
- Nervenschmerzen bei diabetischer Neuropathie
- Angststörung, generalisiert

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Bluthochdruck

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Herzerkrankung
- Epilepsie
- Manie in der Vorgeschichte
- Manisch-depressive Erkrankung (Bipolare Erkrankung), auch wenn sie schon länger zurückliegt.
- Flüssigkeitsmangel
- Leberzirrhose (Schädigung des Lebergewebes)
- Erhöhter Augeninnendruck
- Engwinkelglaukom

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
  - Übelkeit
  - Erbrechen
  - Aufstoßen
  - Durchfälle
  - Verstopfung
  - Bauchschmerzen
  - Blähungen
- Mundtrockenheit
- Mundgeruch
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Schleimhautentzündungen von Magen und Dünndarm
- Geschmacksstörungen
- Durstgefühl
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Gewichtszunahme
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen, wie:
  - Schlaflosigkeit
  - Ungewöhnliche Träume
  - Schläfrigkeit
- Müdigkeit
- Gähnen
- Zittern
- Muskelzuckungen
- Restless Legs-Syndrom
- Bewegungsstörungen
- Missempfindungen
- Nervosität
- Unruhe
- Teilnahmslosigkeit (Apathie)
- Konzentrationsstörungen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Zähneknirschen
- Angstzustände
- Selbstmordgedanken
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Ohrenschmerzen
- Sehstörungen, wie:
  - Verschwommenes Sehen (Weitstellung der Pupille)
- Nasenbluten
- Kehlkopfentzündung
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
  - Hautausschlag
  - Nesselausschlag
  - Kontaktdermatitis (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
  - Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Schwitzen
- Blutergüsse
- Bluthochdruck
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Kollapsneigung bei evtl. zu starkem Blutdruckabfall
- Herzklopfen
- Pulsbeschleunigung
- Herzrhythmusstörungen
- Gesichtsrötung
- Kältegefühl
- Kältegefühl in Händen und Füßen
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Störungen beim Wasserlassen, wie schmerzhafte Blasenentleerung (Dysurie)
- Harnverhalt
- Urinausscheidung, erhöhte
- Verminderte Urinproduktion
- Nächtliches Wasserlassen
- abnormaler Uringeruch
- Anstieg der Nierenwerte
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung
- Schilddrüsenunterfunktion
- Unterzuckerung
- Libidoabnahme (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
- Störungen der Sexualfunktion
- gynäkologische Blutungen
- Muskelkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Schüttelfrost
- Allgemeine Schwäche

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Dosierung

TextPersonenEinzeldosisGesamtdosisZeitpunkt
Depression und Nervenschmerzen bei diabetischer Neuropathie:Erwachsene2 Kapseln1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Angststörung, generalisiert: Behandlungsbeginn:Erwachsene1 Kapsel1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Angststörung, generalisiert: Folgebehandlung:Erwachsene2 Kapseln1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Schläfrigkeit, Krämpfen und Pulsbeschleunigung. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Aufbewahrung

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei Allergie gegen Maisstärke!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Sorbitanfettsäureester und Polysorbate!
- Vorsicht bei Alpha-Gal-Allergie (Allergie gegen rotes Fleisch)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Natriumlaurylsulfat und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen sollte in jedem Fall vermieden werden, weil die medikamentöse Behandlung gestört wird.

Bitte verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach dem auf der Packung oder der Umverpackung angegebenen Verfallsdatum. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Wirkstoffe & Hilfsstoffe

Wirkstoffe
StoffnameBezugsangabeStoffmenge
Duloxetin hydrochlorid1 Kapsel33,68 mg
   entspricht Duloxetin1 Kapsel30 mg
Hilfsstoffe
StoffnameBezugsangabeStoffmenge
Zucker-Stärke-Pellets1 Kapsel+
   entspricht Saccharose1 Kapsel+
   entspricht Maisstärke1 Kapsel+
Hypromellose1 Kapsel+
Crospovidon1 Kapsel+
Talkum1 Kapsel+
Saccharose1 Kapselinsgesamt 96,3 mg
Poly-O-(carboxymethyl)poly-O-ethylcellulose1 Kapsel+
Povidon K29-321 Kapsel+
Titandioxid1 Kapsel+
Macrogol 4001 Kapsel+
Polysorbat 801 Kapsel+
Gelatine1 Kapsel+
Natriumdodecylsulfat1 Kapsel+
Indigocarmin1 Kapsel+
Drucktinte, propylenglycolhaltig1 Kapsel+

Hinweise

Adresse des Anbieters/Herstellers

AMAROX PHARMA GmbH
Hans-Stiessberger-Str. 2a
85540 Haar

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